Stressmanagement und Achtsamkeit

Viele KlientInnen klagen über Körperliche und geistige Erschöpfung, Burnout, schmerzhafte Verspannungen, psychosomatische Beschwerden. Stressmanagement und Achtsamkeit sind dann ein wichtiger Bestandteil der Psychotherapie.

Dauer-Stress ist eine ungeheure Belastung für den gesamten Organismus. Dabei ist es erstmal völlig egal, ob wirklich viele Termine, Anforderungen von außen auf uns einprasseln oder wir uns den Druck in erster Linie innerlich selber erzeugen, z.B. durch hohe Leistungsansprüche. Es gibt kaum ein psychisches Störungsbild, bei dem Stress keine zentrale Rolle spielt. Deshalb sind Stressmanagement, Achtsamkeit und einfache Atem-Übungen oft die Basis für weitere therapeutische Interventionen. Ich greife hier u.a. auf mein Know-how als Yoga-Lehrerin zurück.

Die Wunderwaffe gegen Stress ist Achtsamkeit.

Also: ohne Kopfkino, ohne Bewertungen „einfach“ im Hier und Jetzt sein. Und genau das haben wir in unserer Welt, in der an jeder Ecke eine Ablenkung lauert, oft verlernt. Achtsamkeits- und Entspannungsmethoden wie Body Scan oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson und einfache Atemübungen stärken die Selbstwahrnehmung und Fokussieren auf den Moment. So sind wieder mehr und mehr Entspannung und Ruhe möglich. Mit kleinen Achtsamkeits-Hausaufgaben in der Psychotherapie unterstütze ich Sie dabei, auch in Ihrem Alltag mehr und mehr Inseln zu schaffen, in denen Sie sich bei sich sein können und es sich für Sie gut anfühlt.

Stressmanagement

Behutsam die Selbstwahrnehmung stärken

Wer seinen Körper kaum spürt, hat in der Vergangenheit manchmal schlimme, möglicherweise traumatische Erfahrungen gemacht. Tiefe Verletzungen, die oft in vorsprachlicher Zeit entstanden sind, äußern sich z.B. in psychosomatischen Beschwerden. Sie wollen gesehen und gewürdigt werden.

In der Psychotherapie dürfen wir hier sehr behutsam vorgehen. Zunächst geht es darum, den Körper wieder spüren zu lernen, ihn wieder zu bewohnen. Der Atmen ist dabei ein wichtiger Schlüssel. Wer unter Hochspannung steht und dauergestresst ist, der atmet in der Regel viel zu flach und völlig unbewusst. Tiefes, ruhiges Atmen ist eine der einfachsten und zugleich wirksamsten Methoden, um sich zu erden.

Je mehr allerdings der Körper wieder gespürt wird, desto mehr Gefühle können hochkommen. Unsere Physis ist der Resonanzraum für das Wahrnehmen unserer äußeren und inneren Welt mit allen Sinnen. Haben wir uns irgendwann davon abgeschnitten, hatte das meist gute Gründe. Deshalb leite ich den Prozess des Stressmanagements und der Achtsamkeit mit viel Bedacht an. Er wird stets gesprächstherapeutisch und individuell mit anderen therapeutischen Interventionen begleitet.